Pflichtaufgabe oder Stolperstein?
Zum kleinen Lokalderby unter verschärften Karnevalsbedingungen treten die Talents BonnRhöndorf nach kurzer Anreise am Samstagabend (17.00 Uhr, Ernst-Mach-Gymnasium) beim Hürther BC an. Nach der starken Vorstellung gegen Osnabrück wollen die Talents in Hürth unbedingt nachlegen. Und damit dem vorzeitigen Klassenerhalt in der TOYOTA 2. Damen Basketball-Bundesliga wieder ein Schrittchen näherkommen.
Sechzehn Mal traten die Kölner Vorstädter in der zweiten Liga an, sechzehn Mal gewann der Gegner. Natürlich wollen die BonnRhöndorfer Korbjägerinnen nicht das Team sein, gegen das der HBC seine ersten Punkte holt. Auch wenn der Aufsteiger durch langfristige Ausfälle arg gebeutelt ist, konnte den Hürtherinnen bislang niemand den Kampfgeist absprechen. Ein Selbstläufer wird das ganz bestimmt nicht für Bea Waffenschmieds Mannschaft. Ein Stolperstein ist der kommende Gegner auf jeden Fall. Man muss halt schauen, wo man hintritt und die eigenen Stärken in die Waagschale werfen. Das Innenspiel zum Beispiel. Gegen Osnabrück lieferten die Talents eine famose Leistung unter dem Korb ab und gewannen ein Match, das viele Beobachter ob der Ausfälle bereits als verloren gewertet hatten.
Zuletzt gab es für den Aufsteiger in Göttingen eine 39:73-Niederlage, was aber beim ungeschlagenen Spitzenreiter auch schon ganz anderen Vereinen widerfahren ist. Im Hinspiel behielten die Talents klar mit 87:42 die Oberhand.
Und wie bereitet man sein Team auf diese vermeintliche Pflichtaufgabe vor? „Es ist ein Gegner und ein Spiel, das wir weder differenziert anders behandeln, noch uns Gedanken in diese Richtung machen. Das Ziel ist, wie jedes Spiel, gemeinsam einen Sieg zu holen. Wir werden definitiv 12 Spielerinnen aufstellen, sagte Waffenschmied. „Wer es sein wird, wird sich zeigen.“ Gegen Osnabrück fehlten mit Sophia Müller, Zoe Perlick, Johanna Huppertz und Karoline Steffen vier Spielerinnen, die in eine gute Starting Five gehören.

