Sieg in Hamburg bedeutet Platz fünf für die Talents
Eine nervenstarke Schlussphase bescherte den Talents BonnRhöndorf am Ostersamstag einen 69:78 (31:43)-Auswärtssieg beim Eimsbütteler TV. Durch den achten Sieg in den letzten zehn Partien zementierten die BonnRhöndorfer Frauen endgültig Platz 5 in der TOYOTA 2. Damen Basketball-Bundesliga.
Headcoach Bea Waffenschmied hatte vor dem Match gegen den „Angstgegner“ – man hatte zuvor noch nie gegen den ETV gewonnen – orakelt, dass bei ihrem Team nach dem überraschenden Erfolg gegen Göttingen vielleicht die Luft raus sein könne. Wie sich in der Sporthalle Hohe Weide schnell zeigte, war dem aber nicht so.
Fünf Spielerinnen (Steffen, Blazic, Perlick, Middeler und Huppertz) punkteten zweistellig, was wieder einmal die Ausgeglichenheit des Talents-Kaders unterstrich. Und das, obwohl mit Lisanne Räwer Tanguep und Lena Lingnau zwei starke Forwards verletzungsbedingt fehlten. Der ETV brauchte vor heimischem Publikum dringend das Erfolgserlebnis, um die ungeliebten Play-Downs zu vermeiden. Für jene Abstiegsrunde drückt Waffenschmied dem Tabellenneunten jetzt alle Daumen. „Ich würde mich freuen, wenn wir auch nächstes Saison in Hamburg antreten dürften“.

Die Talents gewannen das Match aber vor allem aus der Distanz, denn zehn vor 27 Versuchen von jenseits der Dreierlinie (37%) fanden ihr Ziel. Viermal traf Karoline Steffen „von downtown“, dreimal ließ Juijana Blazic das Spielgerät aus der Distanz durch die Reuse sausen. Der ETV warf alles in Waagschale, sah sich aber nach ausgeglichenem ersten Viertel zur Halbzeit schon zweistellig in Rückstand (31:43). Doch Eimsbüttel kämpfte und verkürzte im dritten Durchgang zeitweise auf nur vier Zähler Rückstand. Zehn Minuten Crunchtime sollten folgen, denn der Vorsprung der Talents nach 30 Minuten (63:56) war schnell aufgebraucht. Binnen 30 Sekunden trafen Pauline Huber, sowie Leonie Rosemeyer und Paula Alvarez (jeweils für drei) – 64:65 (33.). Timeout Talents.
Jetzt waren starke Nerven gefragt und die rheinischen Gäste hatten jene glücklicherweise im Reisegepäck verstaut. Steffen und Blazic „antworteten“ ihrerseits von der Dreierlinie und schafften wieder etwas Raum (64:71, 35.). Den Sack zu machten dann erneut Blazic „for three“ und Lia Hilgenfeld, die ihre vier Punkte allesamt im wichtigsten Augenblick der Begegnung erzielte.
Waffenschmied lobte die „geschlossene Teamleistung“ ihrer Mannschaft und hob ihre beiden Dreierschützinnen hervor. „Karo hat ein sehr starkes Spiel gemacht und Julijana hat im entscheidenden Augenblick sehr viel Herz gezeigt und Verantwortung übernommen. Und das in einer Begegnung, in der es für uns nicht mehr um so richtig viel ging.“
Viertel: 14:16 / 17:27 / 25:20 / 13:15
Es spielten: E. Scheibinger, S. Müller, N. Happel, K. Steffen 14 Punkte /4 Dreier, P. Bantes, J. Blazic 11/3, Z. Perlick 14/2, L. Hilgenfeld 4, M. Middeler 13, L. Brand 2, J. Huppertz 13/1, L. Wolff 7.
Fotos: Manningeaux
